Rangliste: Die 50 besten deutschen Tennisspieler der Geschichte

Zum 50-jährigen Jubiläum von tennis MAGAZIN präsentieren wir die 50 besten deutschen Tennisspieler der Geschichte – anhand ihrer Weltranglistenposition.

Am 23. August 1973 wurde die erste computerbasierte Weltrangliste veröffentlicht. Der Tag glich einer Zäsur im Herrentennis. 186 Profis umfasste die erste Weltrangliste auf der ATP-Tour. Zehn deutsche Spieler finden sich im ersten ATP-Ranking. Karl Meiler war die allererste deutsche Nummer eins. Auf Platz 20 wurde Meiler gelistet – es blieb das beste Ranking in seiner Karriere.

Zum 50-jährigen Jubiläum von tennis MAGAZIN schauen wir auf die Historie des ATP-Rankings und präsentieren die 50 besten deutschen Tennisspieler der Geschichte – anhand ihrer Weltranglistenposition.

Platz 50: Oliver Gross

Geburtsdatum: 17.06.1973

Bestes ATP-Ranking: 60

ATP-Titel: 0

Bestes Grand-Slam-Resultat: Achtelfinale US Open 1998

ATP-Bilanz: 49:76

Oliver Gross, Markenzeichen Ohrring im linken Ohr, fühlte sich zwar auf Sand am wohlsten, erspielte sich aber auf Hartplatz seinen größten Erfolg. Bei den US Open 1998 zog er nach Siegen gegen die Spanier Albert Costa (späterer French-Open-Sieger) und Sergi Bruguera (zweimaliger French-Open-Sieger) ins Achtelfinale ein. Sein größter Sieg: gegen Pete Sampras beim Sandplatzturnier in Barcelona. Gross ist inzwischen als Tennistrainer in der Sport- und Freizeitanlage seines Profikollegens Peter Elter aktiv.

Platz 49: Christian Saceanu

Geburtsdatum: 08.07.1968

Bestes ATP-Ranking: 60

ATP-Titel: 2

Bestes Grand-Slam-Resultat: Achtelfinale Australian Open 1988, Achtelfinale Wimbledon 1992

ATP-Bilanz: 71:110

Christian Saceanu kam mit 16 Jahren mit seiner Familie von Rumänien nach Deutschland und wurde kurz darauf wegen seiner deutschen Wurzeln eingebürgert. Er gehört zur Generation Boris Becker und wurde zwischenzeitlich von Becker-Coach Günther Bosch trainiert. Seine Vorliebe war das Spiel auf schnellen Böden. Seine beiden ATP-Titel gewann er auf Rasen, zudem erreichte er in Wimbledon das Achtelfinale. Saceanu lebt seit 2002 mit seiner Frau in Dänemark, hat fünf Kinder und ist als Tennistrainer aktiv.

Platz 48: Denis Gremelmayr

Geburtsdatum: 16.08.1981

Bestes ATP-Ranking: 59

ATP-Titel: 0

Bestes Grand-Slam-Resultat: 3. Runde Australian Open 2006

ATP-Bilanz: 32:58

Denis Gremelmayr erzielte seine Erfolge hauptsächlich auf der Challenger-Tour. Nur bei den Australian Open überstand der Linkshänder die erste Runde bei einem Grand Slam-Turnier. Bei seinem Grand Slam-Debüt bei den Australian Open 2006 zog er in die dritte Runde ein. Mit dem TC Blau-Weiß Sundern wurde er zweimal Deutscher Meister (2003 und 2004), mit dem TK Grün-Weiss Mannheim sogar dreimal (2005, 2007 und 2010). Gremelmayr ist Leiter der ProBase in Ludwigshafen.

Platz 47: Björn Phau

Geburtsdatum: 04.10.1979

Bestes ATP-Ranking: 59

ATP-Titel: 0

Bestes Grand-Slam-Resultat: 2. Runde Australian Open, Wimbledon und US Open

ATP-Bilanz: 80:183

Björn Phau galt zu seiner Zeit als einer der schnellsten Spieler auf dem Platz. Er erreichte siebenmal die zweite Runde bei einem Grand Slam-Turnier (viermal bei den US Open). Sein größter Sieg war gegen Andre Agassi beim ATP-Turnier in Dubai im Jahr 2006. Mit dem TK Grün-Weiss Mannheim wurde er zweimal Deutscher Meister (2005 und 2007). Phau ist Cheftrainer beim Rochusclub in Düsseldorf.

Platz 46: Ricki Osterthun

Geburtsdatum: 02.05.1964

Bestes ATP-Ranking: 58

ATP-Titel: 1

Bestes Grand-Slam-Resultat: Achtelfinale French Open 1987

ATP-Bilanz: 60:79

Auch wenn Ricki Osterthun sich als Angriffsspieler bezeichnete, hatte er auf Sand seine besten Ergebnisse. In Hilversum gewann er 1987 seinen einzigen ATP-Titel, bei den French Open des gleiches Jahres erreichte er das Achtelfinale. Hinzu kommt die Finalteilnahme beim Turnier in München. Sein einziger Einsatz im deutschen Davis-Cup-Team war das denkwürdige Relegationsduell gegen die USA in Hartford 1987, das Deutschland mit 3:2 gewann. Er spielte und verlor im Doppel an der Seite von Eric Jelen. Nach seiner Karriere war Osterthun, der zwei Töchter hat, im Sportmarketing und in der Immobilienbranche aktiv.

Platz 45: Damir Keretic

Geburtsdatum: 26.03.1960

Bestes ATP-Ranking: 58

ATP-Titel: 0

Bestes Grand-Slam-Resultat: Achtelfinale Australian Open 1982, Achtelfinale French Open 1986

ATP-Bilanz: 91:123

Damir Keretic kam als Sohn jugoslawischer Einwanderer nach Deutschland. Sein Vater war mehrmaliger jugoslawischer Landesmeister. Mit 15 Jahren nahm er die deutsche Staatsbürgerschaft an. Das Jahr 1982 schloss er als bestplatzierter deutscher Spieler ab. 1983 spielte er seine einzige Davis-Cup-Saison, in der er vier seiner sechs Einzel gewann. Nach seiner Karriere war er für den Marketing-Riesen IMG tätig und betreute unter anderem Martina Hingis und Tommy Haas. Keretic hat zwei Kinder und ist derzeit als freiberuflicher Berater tätig.

Platz 44: Simon Greul

Geburtsdatum: 13.04.1981

Bestes ATP-Ranking: 55

ATP-Titel: 0

Bestes Grand-Slam-Resultat: 2. Runde Wimbledon und US Open

ATP-Bilanz: 44:72

Simon Greul erzielte wie sein schwäbischer Kollege Denis Gremelmayr den Großteil seiner Erfolge auf der Challenger-Tour. 13 Titel konnte er auf dieser Turnierebene gewinnen. Bei den Grand Slams überstand er zweimal die erste Runde und spielte sich in seinen besten Karrierejahren 2009 und 2010 in die Nähe der Top 50. Mit dem TK Kurhaus Aachen wurde er 2008 und 2009 Deutscher Meister. Greul arbeitet inzwischen als IT-Spezialist für die Firma PreZero Dual.

Platz 43: Jens Wöhrmann

Geburtsdatum: 08.09.1967

Bestes ATP-Ranking: 54

ATP-Titel: 0

Bestes Grand-Slam-Resultat: 2. Runde Australian Open und Wimbledon

ATP-Bilanz: 20:28

Jens Wöhrmann gehört zur Generation Boris Becker (gleicher Jahrgang). Er galt als kraftvoller Grundlinienspieler mit starker Vorhand und solider Athletik. 1990 spielte er das einzige Mal im deutschen Davis-Cup-Team bei der Viertelfinalniederlage gegen Argentinien. Wöhrmann ist A-Trainer des DTB, betreute zwischenzeitlich Anke Huber auf der Tour und arbeitet für den Versandhandel Tennis-Point.

Platz 42: Peter Elter

Geburtsdatum: 10.06.1958

Bestes ATP-Ranking: 51

ATP-Titel: 0

Bestes Grand-Slam-Resultat: 3. Runde French Open 1977/1982

ATP-Bilanz: 87:120

Als Junior stand Peter Elter im Finale von Wimbledon 1976, das er gegen den Schweizer Heinz Günthardt verlor. Als Profi hatte er seine besten Resultate auf Sand. Auf der roten Asche gewann er zweimal den Deutschen Meistertitel (1977 und 1981). Ein ATP-Titel blieb ihm verwehrt, er verlor alle drei Finals (München, Mumbai, Kairo). Nach seiner aktiven Laufbahn war er weiterhin im Tennis tätig, unter anderem im Trainings- und Vereinsbereich. Inzwischen betreibt Elter eine multifunktionelle Sport- und Freizeitanlage in Grünwald.

Platz 41: Daniel Brands

Geburtsdatum: 17.07.1987

Bestes ATP-Ranking: 51

ATP-Titel: 0

Bestes Grand-Slam-Resultat: Achtelfinale Wimbledon 2010

ATP-Bilanz: 60:93

Daniel Brands gewann den Deutschen Meistertitel 2013 (Halle) und war bekannt für seinen starken Aufschlag, der bis zu 230 km/h schnell war. Daher war sein Spiel prädestiniert für schnelle Beläge und große Höhenlagen. So erreichte er in Wimbledon das Achtelfinale. Er gewann fünfmal gegen einen Top-10-Spieler. Sein größter Sieg: gegen Roger Federer bei dessen Heimturnier in Gstaad. Seit seinem Karriereende 2019 ist Brands als DTB-A-Trainer aktiv und arbeitet für die Netzwerk-Plattform tennis2business.

Platz 40: Alexander Radulescu

Geburtsdatum: 17.02.1974

Bestes ATP-Ranking: 51

ATP-Titel: 0

Bestes Grand-Slam-Resultat: Viertelfinale Wimbledon 1996

ATP-Bilanz: 40:56

Alexander Radulescu liebte die schnellen Bodenbeläge und stieg beim Wimbledonturnier 1996 wie Phönix aus der Asche auf, indem er sensationell das Viertelfinale erreichte. Nur wegen der Absage von Sergi Bruguera war er damals noch ins Hauptfeld gerutscht. Im Viertelfinale gegen Malivai Washington hatte er sogar zwei Matchbälle. Im fünften Satz beim Stand von 4:4 korrigierte er einen Aus-Ruf des Schiedsrichters zu seinen Ungunsten und verlor das Match. Er bekam im Anschluss für seine sportliche Geste die Fairplay-Plakette von der Olympischen Gesellschaft überreicht. Gegen Ende seiner Karriere besiegte er Novak Djokovic, der damals 15 Jahre alt war. Radulescu ist inzwischen als Tennistrainer aktiv.

Platz 39: Michael Westphal

Geburtsdatum: 19.02.1965

Bestes ATP-Ranking: 49

ATP-Titel: 0

Bestes Grand-Slam-Resultat: 2. Runde French Open und Wimbledon

ATP-Bilanz: 81:106

Michael Westphal ist der tragischste deutsche Tennisheld. Der gebürtige Hamburger starb im Alter von 26 Jahren an einer AIDS-Erkrankung. Im Alter von 16 Jahren soll er sich mit dem HI-Virus bei einer drogenabhängigen Mitschülerin angesteckt haben. Westphal wurde berühmt durch sein legendäres Einzel im Davis-Cup-Halbfinale 1985. Nach 5:29 Stunden Spielzeit rang der damals 20-Jährige den Tschechoslowaken Tomas Smid nach 0:2-Satzrückstand mit 17:15 im fünften Satz nieder. Bei seinem denkwürdigen Sieg löste sich zweimal der Teppichboden in der Frankfurter Festhalle. Es sind Szenen, die fest in der deutschen Tennisgeschichte verankert sind.

Platz 38: Dominik Koepfer

Geburtsdatum: 29.04.1994

Bestes ATP-Ranking: 49

ATP-Titel: 0

Bestes Grand-Slam-Resultat: Achtelfinale US Open 2019

ATP-Bilanz: 61:75

Dominik Koepfer, Spitzname „Pitbull, spielte zunächst College-Tennis an der Tulane University in New Orleans (Studium: Finanzmanagement) und gewann den Einzeltitel bei den College-Meisterschaften. Mit 23 Jahren begann er seine Profikarriere. Nach einem starken Start auf der ATP-Tour mit der Achtelfinalteilnahme bei den US Open 2009 als Qualifikant wurde der Linkshänder immer wieder von Verletzungen zurückgeworfen. Seit Februar 2025 war Koepfer nicht mehr aktiv auf der Tour. Im Doppel erreichte er das Halbfinale bei den Australian Open.

Platz 37: Markus Zoecke

Geburtsdatum: 10.05.1968

Bestes ATP-Ranking: 48

ATP-Titel: 1

Bestes Grand-Slam-Resultat: 3. Runde Australian Open, Wimbledon und US Open

ATP-Bilanz: 67:103

Markus Zoecke fühlte sich mit seiner 1,96 Meter Körpergröße und seinem starken Aufschlag auf den schnellen Bodenbelägen wohl. Seinen einzigen ATP-Titel gewann er 1994 beim Turnier in Sun City (Südafrika) im deutschen Finale gegen Hendrik Dreekmann. Sein bekanntestes Match war die Niederlage im Davis Cup 1992 gegen den Brasilianer Jaime Oncins nach 5:20 Stunden. Zoecke arbeitete nach seiner Karriere als TV-Kommentator für Eurosport sowie als Sportlicher Leiter für den LTTC Rot-Weiß Berlin.

Platz 36: Tore Meinecke

Geburtsdatum: 21.07.1967

Bestes ATP-Ranking: 46

ATP-Titel: 0

Bestes Grand-Slam-Resultat: 2. Runde Australian Open, French Open und Wimbledon

ATP-Bilanz: 40:51

Tore Meinecke gehört zur Generation Boris Becker (gleicher Jahrgang). Als seine Karriere Fahrt aufnahm, wurde sie jäh gestoppt. Kurz vor seinem 22. Geburtstag hatte er einen schweren Autounfall mit seinem Bruder Björn und seinem Tenniskollegen Ricki Osterthun. Während die anderen beiden unverletzt blieben, zog sich Meinecke schwere Kopfverletzungen zu und lag 37 Tage im Koma. Seine Karriere konnte er anschließend nicht mehr fortsetzen. Meinecke lebt seit Anfang der 90er-Jahre mit seiner Frau in der Schweiz.

Platz 35: Maximilian Marterer

Geburtsdatum: 15.06.1995

Bestes ATP-Ranking: 45

ATP-Titel: 0

Bestes Grand-Slam-Resultat: Achtelfinale French Open 2019

ATP-Bilanz: 42:79

Maximilian Marterer stand 2013 als Junior im Doppelfinale bei den Australian Open. Als Profi feierte er im Jahr 2018 seinen großen Durchbruch auf der ATP-Tour, als er zunächst die dritte Runde bei den Australian Open und das Achtelfinale bei den French Open erreichte und dadurch in die Top 50 im ATP-Ranking einzog. Seitdem war seine Karriere immer wieder von Verletzungen geprägt. Zuletzt stand der Linkshänder bei den French Open 2025 im Hauptfeld eines Grand-Slam-Turniers.

Platz 34: Yannick Hanfmann

Geburtsdatum: 13.11.1991

Bestes ATP-Ranking: 45

ATP-Titel: 0

Bestes Grand-Slam-Resultat: 2. Runde Australian Open und French Open

ATP-Bilanz: 109:109

Yannick Hanfmann, nach dem Franzosen Yannick Noah benannt, studierte International Relations an der University of Southern California, spielte College-Tennis und startete erst mit 24 Jahren seine Profikarriere. Seine besten Ergebnisse erzielte er auf Sand, vor allem in der Höhenlage. Bei den ATP-Turnieren in Gstaad und Kitzbühel erreichte er das Finale. Hanfmann ist von Geburt an schwerhörig, hat auf beiden Ohren nur eine Hörkraft von 60 Prozent, was seine Erfolge umso beeindruckender machen.

Platz 33: Daniel Altmaier

Geburtsdatum: 12.09.1998

Bestes ATP-Ranking: 44

ATP-Titel: 0

Bestes Grand-Slam-Resultat: Achtelfinale French Open 2020/2025

ATP-Bilanz: 81:135

Daniel Altmaier ist derzeit der einzige deutsche Tennisprofi in den Top 500 mit einer einhändigen Rückhand. Am wohlsten fühlt er sich auf Sand, wo er zweimal das Achtelfinale der French Open erreicht hat. Auf den Einzug in sein erstes ATP-Finale wartet er noch. Er besiegte bislang sechsmal einen Top-10-Spieler. Sein größter Sieg: in der zweiten Runde der French Open 2023 gegen Jannik Sinner nach 5:26 Stunden – das zweitlängste Grand Slam-Match eines Deutschen. Sein liebstes Hobby ist das Angeln.

Platz 32: Patrik Kühnen

Geburtsdatum: 11.02.1966

Bestes ATP-Ranking: 43

ATP-Titel: 0

Bestes Grand-Slam-Resultat: Viertelfinale Wimbledon 1988

ATP-Bilanz: 127:153

Patrik Kühnen ist der dekorierteste deutsche Spieler ohne ATP-Titel. Sein größter Sieg im Einzel: im Achtelfinale gegen Jimmy Connors beim Wimbledonturnier 1988. Er ist Mitglied der deutschen Davis-Cup-Mannschaft, die 1988, 1989 und 1993 den Titel gewann. Nach seiner Karriere war er knapp zehn Jahre deutscher Davis-Cup-Kapitän. Kühnen ist seit 2008 Turnierdirektor des ATP-Turnier in München und arbeitet regelmäßig als Experte im Fernsehen. 2023 brachte er gemeinsam mit dem ehemaligen tennis MAGAZIN-Redakteur Felix Grewe das Buch „Enjoy Your Game“ heraus. Die beiden bieten auch passende Workshops dazu in Clubs und Ferienanlagen an.

Platz 31: Michael Berrer

Geburtsdatum: 01.07.1980

Bestes ATP-Ranking: 42

ATP-Titel: 0

Bestes Grand-Slam-Resultat: 3. Runde French Open 2011

ATP-Bilanz: 88:145

Michael Berrer startete erst spät durch auf der ATP-Tour und war bekannt für seine Beharrlichkeit, seine Professionalität und seine starke Physis. Zweimal erreichte der Linkshänder das Finale beim ATP-Turnier, jeweils in Zagreb. Sein größter Sieg: gegen Rafael Nadal beim ATP-Turnier in Doha – im Alter von 34 Jahren. Er beendete seine Karriere mit dem Deutschen Meistertitel 2016. Berrer ist Turnierbotschafter beim ATP-Turnier in Stuttgart und arbeitet als Mental- und Motivationstrainer sowie als Tenniscoach.

Platz 30: Martin Sinner

Geburtsdatum: 07.02.1968

Bestes ATP-Ranking: 42

ATP-Titel: 2

Bestes Grand-Slam-Resultat: 2. Runde Australian Open 1996

ATP-Bilanz: 50:78

Martin Sinner spielte am liebsten auf schnellen Belägen. Sein beste Saison hatte er 1995 smit zwei ATP-Titeln (Kopenhagen und Johannesburg). Er ist der bestplatzierte deutsche Spieler ohne Einsatz im Davis Cup-Team (nominiert in den Jahren 1996 bis 1998), beim World Team Cup in Düsseldorf, der inoffiziellen Mannschafts-WM kam er jedoch zum Einsatz. Nach seiner Karriere war Sinner Nationaltrainer bei Swiss Tennis und Tennis Canada sowie Trainer von Eugenie Bouchard. Derzeit arbeitet er für die Tennisreisenfirma Sunball.

Platz 29: Peter Gojowczyk

Geburtsdatum: 15.07.1989

Bestes ATP-Ranking: 39

ATP-Titel: 1

Bestes Grand-Slam-Resultat: Achtelfinale US Open 2021

ATP-Bilanz: 72:83

Peter Gojowczyk spielte seine spielerischen Stärken vor allem auf Hartplatz aus. Er erreichte als Qualifikant das Achtelfinale bei den US Open 2021. Beim Turnier in Metz gewann er seinen einzigen ATP-Titel, wo er 2023 auch sein letztes Turnier spielte. Zudem stand er in zwei weiteren Endspielen (Delray Beach und Genf) auf der ATP-Tour. Bei seinem Davis Cup-Debüt 2014 in Frankreich glänzte er mit einem Sieg gegen Jo-Wilfried Tsonga. Gojowczyk, Deutscher Meister von 2010, ist inzwischen als Tennistrainer tätig.

Platz 28: Hendrik Dreekmann

Geburtsdatum: 29.01.1975

Bestes ATP-Ranking: 39

ATP-Titel: 0

Bestes Grand-Slam-Resultat: Viertelfinale French Open 1974

ATP-Bilanz: 97:118

Hendrik Dreekmann galt als riesengroße deutsche Nachwuchshoffnung. Bei den French Open erreichte der 19-Jährige sensationell das Viertelfinale, führte dort mit 2:0-Sätzen gegen Magnus Larsson, hatte zwei Matchbälle und brach in den Sätzen vier und fünf ein. Er erreichte zweimal das Finale eines ATP-Turniers und musste seine Karriere bereits im Alter von 24 Jahren verletzungsbedingt beenden. Nach seiner Karriere eröffnete er ein italienisches Restaurant und betrieb eine Agentur für Sportevent-Reisen. Mittlerweile führt er einen Metallbau-Betrieb in seiner Heimatstadt Bielefeld.

Platz 27: Hansjörg Schwaier

Geburtsdatum: 24.03.1964

Bestes ATP-Ranking: 38

ATP-Titel: 0

Bestes Grand-Slam-Resultat: 3. Runde US Open 1985

ATP-Bilanz: 62:89

Hansjörg Schwaier galt als Defensivkünstler und spielte daher vorwiegend am liebsten auf Sand. 1990 gewann er den Deutschen Meistertitel auf Sand. Er ist zudem der einzige deutsche Spieler, der von der Jugend bis zu den Herren alle Titel bei Deutschen Meisterschaften gewinnen konnte. Er war Mitglied das Finalteams der deutschen Davis Cup-Mannschaft im Jahr 1985 und siegte im Viertelfinale gegen die USA in einem dramatischen Fünfsatzmatch gegen Top-10-Spieler Aaron Krickstein. Schwaier leitet eine eigene Tennisschule in Riemerling bei München.

Platz 26: Karsten Braasch

Geburtsdatum: 14.07.1967

Bestes ATP-Ranking: 38

ATP-Titel: 0

Bestes Grand-Slam-Resultat: 3. Runde Australian Open und US Open

ATP-Bilanz: 68:96

Karsten Braasch war auf der Tour bekannt für sein charismatisches und eigenwilliges Auftreten als bekennender Kettenraucher. Besonders in Erinnerung geblieben ist der Korkenzieher-Aufschlag des Linkshänders und seine Rückhand, die er vorwiegend als Slice spielte. Er erreichte ein Finale auf der ATP-Tour, beim Rasenturnier in ‚s-Hertogenbosch. Sein legendärster Sieg fand außerhalb der Tour statt. Am Rande der Australian Open 1998 besiegte er nacheinander die Williams-Schwestern Serena und Venus in einem launigen Geschlechtervergleich. Braasch ist weiterhin auf der Senioren-Tour aktiv und arbeitet als Tennistrainer.

Platz 25: Oscar Otte

Geburtsdatum: 16.07.1993

Bestes ATP-Ranking: 36

ATP-Titel: 0

Bestes Grand-Slam-Resultat: Achtelfinale US Open 2021

ATP-Bilanz: 33:52

Oscar Otte, Deutscher Meister im Jahr 2015, ist ein Spätstarter, der erst mit Mitte 25 so richtig Fuß fassen konnte auf der Tour. Sein attackierender und teils unorthodoxer Spielstil machte ihn vor allem auf schnellen Belägen gefährlich. In den Jahren 2021 (Einzug ins Achtelfinale der US Open als Qualifikant) und 2022 spielte er groß auf, schaffte den Sprung ins deutsche Davis Cup-Team, wo er allerdings alle seine fünf Einzel verlor. Nach diversen Verletzungen stützte Otte in der Weltrangliste ab und kämpft seitdem um eine Rückkehr auf die Tour.

Platz 24: Philipp Petzschner

Geburtsdatum: 24.03.1984

Bestes ATP-Ranking: 35

ATP-Titel: 1

Bestes Grand-Slam-Resultat: 3. Runde Wimbledon 2009/2010

ATP-Bilanz: 88:107

Philipp Petzschner spielte am liebsten aufgrund seines starken Aufschlags, seines giftigen Rückhand-Slice und seines gefühlvollen Volleyspiels am liebsten auf schnellen Belägen. Der Deutsche Meister von 2004 gewann einen ATP-Titel in Wien und stand in zwei weiteren Endspielen auf Rasen. Noch erfolgreicher war er im Doppel, wo er an der Seite von Jürgen Melzer die Grand-Slam-Titel in Wimbledon und bei den US Open gewann. Petzschner arbeitet derzeit als Bundestrainer der Junioren für den Deutschen Tennis Bund.

Platz 23: Benjamin Becker

Geburtsdatum: 16.06.1981

Bestes ATP-Ranking: 35

ATP-Titel: 1

Bestes Grand-Slam-Resultat: Achtelfinale US Open 2006

ATP-Bilanz: 153:220

Benjami