Alexander Zverev gewährte im Videoformat des bekannten YouTuber „Knossi” Einsichten in seinen Innenleben auf und abseits des Tennisplatzes.

Den 7. Juni 2026 wird Alexander Zverev sicherlich nie vergessen. An jenem Sonntag triumphierte er bei den French Open und gewann endlich seinen ersten Grand-Slam-Titel – im 41. Anlauf. Im Interview mit dem berühmten YouTuber „Knossi” (Jens Knossalla) gab Zverev zwei Wochen nach seinem French-Open-Sieg intime Einblicke in seine Gefühlswelt und offenbarte, wie der Finaltag in Roland Garros ablief.

„Bis zu dem Moment, wo ich gewonnen habe, war es eigentlich kein schöner Tag“, gestand Zverev auf der Autofahrt im DeLorean von Knossi, dem Auto aus der berühmten Filmreihe „Zurück in die Zukunft“. Warum es kein schöner Tag war, erzählte der Grand-Slam-Sieger im Anschluss.

Zverev: „Ich war so nervös und angespannt”

„Ich hatte so viel Stress. Irgendwo auch Panik in mir. Ich bin das ganze Turnier lang mit meinen Nerven gut ausgekommen. Ich habe gut gespielt. Ich bin gut klargekommen mit der Situation, dass auf einmal Sinner raus ist, dass auf einmal Djokovic raus ist, dass auf einmal alle raus sind und ich auf einmal der Favorit bin. Ich bin gut klargekommen bis zum Finale. Am Finaltag habe ich kaum geschlafen. Ich habe mich beim Warm-up vor dem Endspiel gefühlt wie ein Anfänger auf dem Platz. Ich habe kein Gefühl gehabt, was meinem Körper angeht. Ich war so nervös und angespannt, weil ich auch irgendwo wusste, okay, ich spiele jetzt ein Finale, nicht gegen Alcaraz, nicht gegen Sinner, gegen die ich normalerweise gespielt habe, sondern ich spiele jetzt ein Finale gegen Flavio Cobolli, gegen den ich eigentlich gewinnen muss. Er ist ein super Spieler, gar keine Frage. Er ist auch ein hervorragender Typ. Aber das Finale muss ich gewinnen. Da war schon massiv Druck, weil in meinem Alter, ich bin 29, weiß man auch nicht so richtig, wie viele Chancen bekommt man noch. Aber dann natürlich, als ich gewonnen habe, ist alles runtergefahren. Da war einfach nur Freude und auch Erleichterung“, sagte Zverev.

Zverev über Olympia-Gold: „Das Gefühl hatte ich nie bei einem Tennisturnier”

Trotz des Grand-Slam-Titels bei den French Open, auf den er jahrelang hingearbeitet hat, steht sein Olympiasieg 2021 in Tokio aus emotionaler Sicht darüber. „Das olympische Gold war irgendwie noch besonderer. Ich weiß nicht, warum. Ich kann es nicht erklären. Aber das Gefühl war noch intensiver, noch stärker, weil du warst in dem Olympischen Dorf. Du hast im deutschen Haus gewohnt. Das ganze deutsche Haus hat mitgefiebert. Zu Hause habe ich, als ich dann zurückgekommen bin, sofort mitbekommen, was dieses olympische Gold bedeutet hat für die ganzen Nation. Das war schon ein komplett anderes Gefühl. Das Gefühl hatte ich nie bei einem Tennisturnier“, erzählte der 29-Jährige.

Zverev sprach mit Knossi auch über Kritik an seiner Person wegen seiner direkten Art. „Es wird immer Hass geben. Es wird immer Negativität geben. Vor allem desto erfolgreicher du bist, desto mehr Negativität wird es geben. Und dann zweifelst du auch so ein bisschen an dir selber. Du zweifelst an der Persönlichkeit, die du bist. Du zweifelst vielleicht am Selbstvertrauen, das du hast. Das möchte ich nicht. Ich möchte ich selber sein. Ich möchte das sagen, was ich zu sagen habe. Wenn es Leuten nicht gefällt, dann gefällt es halt Leuten nicht. Aber die Leute, die mich lieben, die werden mich lieben. Und die Leute, die mich hassen, die werden mich immer hassen. Das wird sich nie ändern.“