Das gab es in Deutschland noch nie: Am Hamburger Rothenbaum werden bei den MSC Ladies Open Profi- und Rollstuhltennis miteinander kombiniert.

Hamburg bekommt eine neues sportliches Highlight: Die Hamburg Wheelchair Open feiern ihre Premiere parallel zu den MSC Ladies Open. Dabei bildet das WTA-250er- Event den sportliche Kern am Rothenbaum und will ein starkes Zeichen für den Frauen-und Parasport in Deutschland setzen. „Rollstuhltennis erhält so endlich die Bühne, dies es verdient hat, doch viel zu selten bekommt“, betont Niklas Höfken, Leiter der Wheelchair Open im Hamburg.

Mit der Premiere des WT-500 Event setzt die Veranstaltung ein Zeichen für mehr Integration im Spitzensport. Ein WT-500-Event gehört zur höchsten Kategorien im internationalen Rollstuhltennis und ist das bislang größte Turnier im Damen-Rollstuhltennis in Deutschland. Neben dem hochklassigen WTA-Event eröffnet die Einführung des neuen Rollstuhltennis-Wettbewerbs eine zusätzliche Perspektive auf den Tennissport.

Die Organisation und Veranstaltung der Hamburg Wheelchair Open unterstützt ganz besonders „gesellschaftliche Sichtbarkeit und gelebte Inklusion im Tennissport“, erklärt Turnierdirektorin Sandra Reichel. Weiter ergänzt Reichel, dass Rollstuhltennis zu den „führenden paralympischen Sportarten“ gehöre und „weltweit für großartigen Wettkampf, Fairness und Inspiration“ stehe. Auch Hamburgs Innen-und Sportsenator Andy Grote lobt die Einführung des combined event: „Dass Rollstuhltennis und Profitennis am Rothenbaum gemeinsam auf einer Bühne stattfinden, ist ein gelebtes Beispiel dafür, wofür unsere Active City Strategie steht: mehr Teilhabe, mehr Sichtbarkeit und mehr Möglichkeiten für alle Menschen, Sport zu erleben und auszuüben.“

Teilnehmerfeld bei den MSC Hamburg Ladies Open 2026

Sportlicher Schwerpunkt des Tennisevents am Rothenbaum bleibt aber das WTA-250 Turnier. Das traditionsreiche Turnier verspricht auch in diesem Jahr wieder ein erstklassiges Teilnehmerfeld. Bereits zugesagt hat die French Open-Finalistin Maja Chwalinska. Die polnische Tennisspielerin wird nach ihrem überraschenden Finaleinzug in Paris für besonders viel internationales Aufsehen sorgen. Chwalinska war erst die zweite Qualifikantin, die in ein Grand Slam-Finale einzog.

Aus deutscher Sicht richtet sich der Blick auf Tamara Korpatsch, die nach ihrer erfolgreichsten French Open Teilnahme auf eine weitere gute Turnierwoche auf Sand hofft. Mit dabei ist auch Noma Noha Akugue, die wie Korpatsch aus Hamburg stammt und sich auf ihr Heimspiel freut.

Ansprechendes Programm für Kinder und Jugendliche

Das Turnier wird durch ein ansprechendes Rahmenprogramm, insbesondere für Kinder und Jugendliche, ergänzt. Bisher sind eigene Nachwuchsformate wie der MSC Mini-Cup oder auch Mitmach-Aktionen in Verbindung mit Bewegung, Spaß und Unterhaltung geplant. Zusätzlich ist der Eintritt von Kindern bis zu 12 Jahren kostenlos.