Als Jannik Sinner nach über dreieinhalb Stunden seinen ersten Matchball verwandelte, erhob sich das Publikum euphorisch auf dem ausverkauften Centre Court.
Jannik Sinner schaffte es erneut. Der Weltranglistenerste verteidigte im Finale gegen Alexander Zverev erfolgreich seinen Titel beim prestigeprächtigsten Tennisturnier der Welt und setzte sich damit endgültig ein Denkmal in Wimbledon.
Nervenkrimi im Finale
Die Zuschauer erlebten ein Finale auf höchstem Niveau. Sowohl Sinner als auch Zverev erwischten einen guten Start in das Match, doch im Tiebreak des ersten Satzes behielt Zverev, der Roland-Garros-Sieger, knapp die Oberhand und sicherte sich den Tiebreak mit 9:7.
Auch der zweite Durchgang verlief nicht viel anders. Beide Spieler servierten stark und schenkten sich gerade in den engen Ballwechseln nichts, sodass der nächste Tiebreak unvermeidbar blieb. Dieses Mal zeigte Sinner Nerven aus Stahl, returnierte sehenswert Zverevs erste Aufschläge und sicherte sich mit 7:2 im Tiebreak den Satzausgleich.
Der dritte Satz brachte dann die Vorentscheidung. Zverev und Sinner lieferten sich ein Duell auf Augenhöhe, ehe Zverev nach einer vergebenen Breakchance, seiner einzigen im Match, beim Stand von 3:4 zum ersten Mal seinen Aufschlag verlor. Sinner nutzte die Gelegenheit eiskalt und servierte im Anschluss fokussiert zur 2:1-Satzführung aus.
Sinner beeindruckende auf dem heiligen Rasen nicht nur mit spielerischer Eleganz, sondern auch mit extremer mentaler Stärke. Das vorentscheidende Break im vierten Satz brach den Widerstand des Deutschen. Nach einem packenden Kampf über 3:45 Stunden verwandelte Sinner seinen ersten Matchball zum 6:7, 7:6, 6:3 und 6:4 und machte die Titelverteidigung perfekt.
Titelverteidigung: Sinner reiht sich hinter Björn Borg und Co. ein
Bedeutend an diesem Triumph: In der Geschichte der Open Era (1968) ist Jannik Sinner der zehnte Spieler, dem es gelingt, den Titel in Wimbledon zu verteidigen. Er reihte sich damit in die Liste mit Rod Laver, John Newcombe, Björn Borg, John McEnroe, Boris Becker, Pete Sampras, Roger Federer, Novak Djokovic und zuletzt Carlos Alcaraz ein. Ein weiterer historischer Erfolg, welcher Sinners unglaubliche Bilanz und Form in diesem Jahr unterstrich.
Prominente Kulisse im Wimbledon-Finale
Neben dem sportlichen Geschehen auf dem Rasen zog auch die Royal Box alle Blicke auf sich. Unter den 74 geladenen Ehrengästen auf dem Centre Court herrschte während des Spiels Hochspannung. Angeführt wurde das Starensemble von Prinzessin Kate und Prinz William, deren Kinder George und Charlotte ebenfalls begeistert mitfieberten. In den Reihen dahinter glänzten weitere Prominente wie Sängerin Jennifer Lopez, Hollywood-Stars Dustin Hoffmann und Tom Hiddleston oder auch Comedian Ben Stiller. Die illustrierten Gäste boten in ihrem eleganten Outfit den perfekten und stilvollen Rahmen für das historische Endspiel.
Sinner vs. Zverev: Reaktionen aus der Tenniswelt
Die Tenniswelt verneigt sich vor dem Titelverteidiger Jannik Sinner. Bei der Siegerehrung scherzte Zverev zuerst: „Jannik, ich mag dich einfach nicht mehr. Ich habe jetzt neun Mal hintereinander gegen dich verloren“, fand dann aber im Anschluss lobende Worte „nein, erst mal Glückwunsch an dich und dein Team. Du hast wieder einmal gezeigt, warum du der beste Spieler der Welt bist.“
Dauerrivale Carlos Alcaraz ließ es sich ebenfalls nicht nehmen und veröffentlichte eine Instagram-Story mit dem Kommentar: „Glückwunsch Jannik an dich und dein Team, genieß den Moment.” Weitere Stars wie Jude Bellingham, Coco Gauff, Charles Leclerc, Oscar Piastri, Thibaut Courtois, Jakub Mensik und Ski-Ikone Lindsey Vonn gratulierten dem Südtiroler in den Sozialen Medien.
Die Sportwelt ist sich einig: Jannik Sinner hatte an diesem Tag nicht nur Wimbledon zum zweiten Mal gewonnen, sondern seine aktuelle Überlegenheit im Welttennis eindrucksvoll untermauert. Ein Champion, der mal wieder gezeigt hat, warum er die Nummer eins der Welt ist.
