Graf, Becker & Co.: Die 50 besten deutschen Tennisprofis der Geschichte

Zum 50-jährigen Jubiläum von tennis MAGAZIN präsentieren wir die 50 besten deutschen Tennisprofis (Damen und Herren kombiniert) der Geschichte – anhand ihrer Weltranglistenposition.

Am 23. August 1973 wurde die erste computerbasierte Weltrangliste im Herrentennis veröffentlicht. Der Tag glich einer Zäsur im Tennis. Am 3. November 1975 folgte die Einführung der Weltrangliste im Damentennis.

Zum 50-jährigen Jubiläum von tennis MAGAZIN schauen wir auf die Historie des ATP- und WTA-Rankings und präsentieren die 50 besten deutschen Tennisprofis der Geschichte – anhand ihrer Weltranglistenposition.

Platz 50: Marlene Weingärtner

Geburtsdatum: 30.01.1980

Bestes WTA-Ranking: 36

WTA-Titel: –

Bestes Grand-Slam-Resultat: Achtelfinale Australian Open 2002/French Open 2004

WTA-Bilanz: 84:135

Marlene Weingärtner galt als riesengroße Nachwuchshoffnung. Sie stand als Juniorin im Finale der Australian Open, French Open und US Open. Der Übergang zu den Profis gelang ihr fließend. Mit 18 Jahren spielte sie ihr erstes Grand-Slam-Turnier im Hauptfeld. 2003 schloss sie das Jahr als beste Deutsche im WTA-Ranking ab. Nach vielen Verletzungen beendete sie ihre Karriere bereits mit 25 Jahren. Ihr größter Sieg: in der ersten Runde der Australian Open 2003 gegen die zweimalige Titelverteidigerin Jennifer Capriati. Weingärtner arbeitet inzwischen als Ärztin und Osteopathin.

Platz 49: Tatjana Maria

Geburtsdatum: 08.08.1987

Bestes WTA-Ranking: 36

WTA-Titel: 4

Bestes Grand-Slam-Resultat: Halbfinale Wimbledon 2022

WTA-Bilanz: 169:266

Tatjana Maria ist die Dauerbrennerin im deutschen Damentennis. Wimbledon 2007 stand sie zum ersten Mal im Hauptfeld eines Grand-Slam-Turniers. Knapp 20 Jahre später ist weiterhin als Profi unterwegs. Sie ist für ihren unkonventionellen Spielstil mit viel Slice auf Vorhand und Rückhand bekannt. Maria reist mit ihren beiden Töchtern um die Welt und gewann ihre vier WTA-Titel allesamt als Mutter. Der größte Höhepunkt neben ihren Turniersiegen war der sensationelle Einzug ins Halbfinale beim Wimbledonturnier 2022. 2023 beendete sie das Jahr als bestplatzierte deutsche Spielerin. Ihr großes Ziel in den nächsten Jahren: bei den Australian Open 2028 im Doppel mit ihrer Tochter Charlotte starten.

Platz 48: Philipp Petzschner

Geburtsdatum: 24.03.1984

Bestes ATP-Ranking: 35

ATP-Titel: 1

Bestes Grand-Slam-Resultat: 3. Runde Wimbledon 2009/2010

ATP-Bilanz: 88:107

Philipp Petzschner spielte am liebsten aufgrund seines starken Aufschlags, seines giftigen Rückhand-Slice und seines gefühlvollen Volleyspiels am liebsten auf schnellen Belägen. Der Deutsche Meister von 2004 gewann einen ATP-Titel in Wien und stand in zwei weiteren Endspielen auf Rasen. Noch erfolgreicher war er im Doppel, wo er an der Seite von Jürgen Melzer die Grand-Slam-Titel in Wimbledon und bei den US Open gewann. Petzschner arbeitet derzeit als Bundestrainer der Junioren für den Deutschen Tennis Bund.

Platz 47: Benjamin Becker

Geburtsdatum: 16.06.1981

Bestes ATP-Ranking: 35

ATP-Titel: 1

Bestes Grand-Slam-Resultat: Achtelfinale US Open 2006

ATP-Bilanz: 153:220

Benjamin Becker studiere an der Baylor University in den USA, spielte College-Tennis und stieg nach seinem Abschluss (International Business und Finanzen) auf die Tour ein. Er erlangte Berühmtheit als der Spieler, der die Karriere von Andre Agassi beendete – in der dritten Runde bei den US Open 2006. Beim Rasenturnier in ‚s-Hertogenbosch gewann er seinen einzigen ATP-Titel. Zwei weitere Male stand er in einem FInale auf der ATP-Tour. 2017 beendete er seine Karriere. Becker hat drei Kinder und arbeitet als Tennistrainer an der University of Michigan.

Platz 46: Andreas Beck

Geburtsdatum: 05.02.1986

Bestes ATP-Ranking: 33

ATP-Titel: 0

Bestes Grand-Slam-Resultat: 2. Runde Australian Open, French Open, Wimbledon und US Open

ATP-Bilanz: 41:65

Andreas Beck stand als Junior im Doppelfinale der US Open. Er ist der bestplatzierte deutsche Spieler in der Geschichte des ATP-Rankings ohne ATP-Titel. In Gstaad erreichte er sein einziges Finale auf der ATP-Tour. Der Linkshänder spielte in zwei Partien für das deutsche Davis Cup-Team und gewann zweimal den Deutschen Meistertitel, 2007 und 2014 in der Halle. Beck hat zwei Kinder, ist als Tennistrainer in Stuttgart aktiv und spielt für seinen Heimatclub TC Ravensburg in der Württemberg-Liga.

Platz 45: Martina Müller

Geburtsdatum: 11.10.1982

Bestes WTA-Ranking: 33

WTA-Titel: 1

Bestes Grand-Slam-Resultat: 3. Runde US Open 2002

WTA-Bilanz: 64:114

Martina Müller, Deutsche Meisterin von 1999 und 2005 (Halle), gewann einen Titel auf der WTA-Tour (in Budapest) und schloss 2007 als bestplatzierte Deutsche im WTA-Ranking ab. Im deutschen Fed-Cup-Team sorgte sie im Jahr 2006 mit ihrer Teamkollegin Julia Schruff für einen kleinen Skandal. Schruff und Müller verlangten für ein Antreten beim Spiel in China eine hohe Antrittsprämie und wurden daraufhin aus dem Nationalkader gestrichen. Müller ist B-Trainerin und arbeitet in einem Sportcenter in Hemmingen.

Platz 44: Wiltrud Probst

Geburtsdatum: 29.05.1969

Bestes WTA-Ranking: 31

WTA-Titel: 2

Bestes Grand-Slam-Resultat: Achtelfinale French Open 1990

WTA-Bilanz: 118:161

Wiltrud Probst, Spitzname „Willi Widdi“, ist der gleiche Jahrgang wie Steffi Graf. Sie war 13 Jahre als Profi unterwegs und stand 37-mal im Hauptfeld eines Grand-Slam-Turniers. Bei jedem der vier Major-Turniere überstand sie die erste Runde, einmal erreichte sie die zweite Woche. Sie gewann zwei Titel auf der WTA-Tour (Wellington und Waregam). Probst arbeitet als Tennistrainerin in einer Tennisschule in Nürnberg, die nach ihr benannt ist.

Platz 43: Jürgen Faßbender

Geburtsdatum: 28.05.1948

Bestes ATP-Ranking: 31

ATP-Titel: 3

Bestes Grand-Slam-Resultat: Viertelfinale Wimbledon 1973

ATP-Bilanz: 177:168

Jürgen Faßbender erreichte seine Höchstposition im ATP-Ranking bei der Premiere am 22. August 1973. Kurz zuvor feierte er mit dem Viertelfinaleinzug in Wimbledon seinen größten Erfolg bei einem Grand-Slam-Turnier. Zwei seiner drei ATP-Titel gewann er in Deutschland, in München und Stuttgart. Mit seinen Landsleuten Karl Meiler und Hans-Jürgen Pohmann bildete er ein erfolgreiches Doppel. Nach seiner Karriere arbeitete Faßbender zunächst als Generalvertreter eines italienischen Sportartikelherstellers, als Kommentator im Fernsehen und als badischer Verbandstrainer. Heute betreibt er den „Sportpark Jürgen Faßbender“ in Eggenstein-Leopoldshafen.

Platz 42: Rolf Gehring

Geburtsdatum: 25.11.1955

Bestes ATP-Ranking: 30

ATP-Titel: 1

Bestes Grand-Slam-Resultat: Achtelfinale French Open 1977/1978

ATP-Bilanz: 119:140

Rolf Gehring erziele seine größten Erfolge auf Sand, wo er zweimal das Achtelfinale der French Open erreichte und seinen einzigen ATP-Titel in München gewann. Seine zwei weiteren Teilnahmen an ATP-Finals passierten ebenfalls auf der roten Asche. 1980, 1981 und 1983 schloss er das ATP-Ranking als bestplatzierter deutscher Spieler ab. Sein größter Sieg: gegen den damaligen Weltranglistenersten Björn Borg. Er gewann zudem zweimal den Deutschen Meistertitel (1979 und 1985 auf Sand).

Platz 41: Hans-Jürgen Pohmann

Geburtsdatum: 23.05.1947

Bestes ATP-Ranking: 30

ATP-Titel: 1

Bestes Grand-Slam-Resultat: Viertelfinale French Open 1974

ATP-Bilanz: 118:124

Hans-Jürgen Pohmann erreichte seine Höchstposition im ATP-Ranking bei der Premiere am 22. August 1973. Kurz zuvor gewann er seinen einzigen ATP-Titel in Berlin im deutschen Finale gegen Karl Meiler. 1974 und 1976 schloss er das ATP-Ranking als bestplatzierter deutscher Spieler ab. Mit seinem Landsmann Jürgen Faßbender bildete er ein eingespieltes Doppel. Nach seiner Karriere war Pohmann viele Jahre als Fernsehkommentator und als Sportchef im RBB aktiv. Für kurze Zeit war er noch Pressesprecher beim Deutschen Tennis Bund.

Platz 40: Petra Begerow

Geburtsdatum: 14.04.1975

Bestes WTA-Ranking: 29

WTA-Titel: –

Bestes Grand-Slam-Resultat: 2. Runde French Open 1994 bis 1997

WTA-Bilanz: 34:66

Petra Begerow ist die bestplatzierte deutsche Spielerin ohne einen Einsatz im Fed Cup. Obwohl sie nur bei den French Open die zweite Runde eines Grand-Slam-Turniers erreichen konnte (viermal in Folge), spielte sie sich unter die Top 30 im WTA-Ranking. In der zweiten Runde bei den French Open 1995 durfte sie gegen ihre Landsfrau Steffi Graf spielen. Begerow, die inzwischen Theuring mit Nachnamen heißt, ist Trainerin beim TC Moers.

Platz 39: Claudia Porwik

Geburtsdatum: 14.11.1968

Bestes WTA-Ranking: 29

WTA-Titel: –

Bestes Grand-Slam-Resultat: Halbfinale Australian Open 1990

WTA-Bilanz: 116:145

Claudia Porwik, Deutsche Meisterin von 1990 und 1992 (beide in der Halle), erreichte bei jedem Grand-Slam-Turnier mindestens die dritte Runde. Sie glänzte vor allem bei den Australian Open, wo sie 1988 das Viertelfinale und 1990 sogar das Halbfinale erreichte. Zudem gehörte sie zum Kader der deutschen Titelmannschaft im Fed Cup im Jahr 1987. Porwik ist A-Trainerin und leitet eine Tennisschule beim TSV Altenfurt in Nürnberg.

Platz 38: Iris Riedel-Kühn

Geburtsdatum: 16:03.1954

Bestes WTA-Ranking: 28

WTA-Titel: –

Bestes Grand-Slam-Resultat: 2. Runde French Open/Wimbledon/US Open

WTA-Bilanz: 51:68

Iris Riedel-Kühn wuchs in Brasilien in Rio de Janeiro auf und wurde 1973 brasilianische Meisterin. 1974 kam sie nach Deutschland, lebte in Berlin und spielte fortan unter deutscher Flagge. 1980 und 1981 gewann sie den Deutschen Meistertitel auf Sand. Sie erreichte ein Finale auf der WTA-Tour (in Barcelona). Unter ihrem Mädchennamen Iris Riedel wurde sie mit Platz 28 als bestplatzierte deutsche Spielerin im ersten WTA-Ranking am 3. November 1975 gelistet.

Platz 37: David Prinosil

Geburtsdatum: 09.03.1973

Bestes ATP-Ranking: 28

ATP-Titel: 3

Bestes Grand-Slam-Resultat: Achtelfinale Wimbledon 2000

ATP-Bilanz: 169:221

David Prinosil spielte am liebsten auf schnellen Belägen. Zwei seiner ATP-Titel (Halle/Westfalen und Newport) gewann er auf Rasen, einen weiteren auf Teppich (Ostrava). Drei weitere Male erreichte er ein Endspiel auf der ATP-Tour. Mit Deutschland gewann er den World Team Cup 1998. An der Seite von Marc-Kevin Goellner gewann er bei den Olympischen Spielen 1996 in Atlanta die Bronzemedaille im Doppel. Zudem stand er zweimal im Doppelfinale eines Grand Slam-Turniers. Prinosil ist derzeit als Tennistrainer aktiv.

Platz 36: Meike Babel

Geburtsdatum: 22.11.1974

Bestes WTA-Ranking: 27

WTA-Titel: 0

Bestes Grand-Slam-Resultat: 3. Runde Australian Open 1993/French Open 1997

WTA-Bilanz: 70:68

Meike Babel erreichte drei Finals auf der WTA-Tour, die sie alle verlor. Nach ihrem Karriereende war sie Assistenztrainerin an der Tulane University und der Vanderbilt University in den USA. 2008 schloss sie ihr Studium an der Vanderbilt University mit einem Abschluss in Human and Organizational Development ab. Babel betreibt unter anderem einen YouTube-Kanal (81.000 Abonnenten), in dem sie Trainings- und Taktiktipps gibt.

Platz 35: Laura Siegemund

Geburtsdatum: 04.03.1988

Bestes WTA-Ranking: 27

WTA-Titel: 2

Bestes Grand-Slam-Resultat: Viertelfinale French Open 2020/Wimbledon 2025

WTA-Bilanz: 149:159

Laura Siegemund befindet sich derzeit in den Endzügen ihrer Karriere. Nach vielversprechenden Erfolgen bei den Juniorinnen galt sie bereits als „die neue Steffi Graf“. Sie gab mit 14 ihr Profidebüt, konnte aber in der Folgezeit nicht als Profi Fuß fassen. Erst im Alter von 27 Jahren stand sie erstmals im Hauptfeld eines Grand-Slam-Turniers und gehört seitdem zu den besten deutschen Spielerinnen. Ihr variantenreicher Spielstil wird gleichzeitig geliebt und gefürchtet. Mit 36 Jahren schloss sie das Jahr als bestplatzierte Deutsche ab, mit 37 Jahren erreichte sie sensationell das Viertelfinale in Wimbledon. Siegemund hat einen Bachelorabschluss in Psychologie und hat ein Buch über Psychologie im Tennis veröffentlicht.

Platz 34: Marc-Kevin Goellner

Geburtsdatum: 22.09.1970

Bestes ATP-Ranking: 26

ATP-Titel: 2

Bestes Grand-Slam-Resultat: Achtelfinale French Open 1993

ATP-Bilanz: 160:194

Marc-Kevin Goellner wuchs in Brasilien als Sohn eines Diplomaten auf und wurde erst mit 16 Jahren in Deutschland wohnhaft. Er bekam in Zeiten des Becker-Booms den Spitznamen „Baby-Bumm-Bumm“ verpasst. Sein Markenzeichen war die nach hinten gerichtete Baseball-Mütze, die er bei jedem Spiel aufsetzte. Er feierte seinen Durchbruch 1993, als er das ATP-Turnier in Nizza im Finale gegen Ivan Lendl gewann. Im gleichen Jahr war er Mitglied der deutschen Davis-Cup-Mannschaft, die den Titel gewann. An der Seite von David Prinosil gewann er bei den Olympischen Spielen 1996 in Atlanta die Bronzemedaille im Doppel. Goellner betreibt eine Tennisakademie in Köln.

Platz 33: Mischa Zverev

Geburtsdatum: 22.08.1987

Bestes ATP-Ranking: 25

ATP-Titel: 1

Bestes Grand-Slam-Resultat: Viertelfinale Australian Open 2017

ATP-Bilanz: 133:199

Mischa Zverev galt zu seiner Juniorenzeit als größte deutsche Nachwuchshoffnung. Seine großen Erfolge kamen jedoch recht spät in seiner Karriere, etwa mit dem Viertelfinaleinzug bei den Australian Open 2017, wo er die Nummer eins der Welt, Andy Murray, besiegte, sowie mit seinem einzigen ATP-Titel in Eastbourne. Zverev galt als einer der letzten klassischen Serve-and-Volley-Spieler. Auch wenn er sein Karriereende nie offiziell bekanntgegeben hat, ist er seit einigen Jahren nur noch als TV-Experte und Manager seines Bruders Alexander aktiv.

Platz 32: Andreas Maurer

Geburtsdatum: 08.03.1958

Bestes ATP-Ranking: 24

ATP-Titel: 1

Bestes Grand-Slam-Resultat: Achtelfinale French Open 1982, Achtelfinale Wimbledon 1985

ATP-Bilanz: 114:142

Andreas Maurer war ein klassischer Allrounder, der sich auf jedem Bodenbelag wohlfühlte. Auf Sand feierte er seine größten Erfolge mit dem Einzug ins Achtelfinale der French Open, dem ATP-Titel in Madrid und zwei weiteren Finals. Zudem gewann er auf der roten Asche den Deutschen Meistertitel (1984). Er war Mitglied des deutschen Davis Cup-Team, das 1985 das Finale erreichte. Nach seiner Karriere arbeitete Maurer als Tennistrainer und betrieb eine Tennisakademie.

Platz 31: Barbara Rittner

Geburtsdatum: 25.04.1973

Bestes WTA-Ranking: 24

WTA-Titel: 2

Bestes Grand-Slam-Resultat: Achtelfinale Australian Open 2001/French Open 1996

WTA-Bilanz: 220:225

Barbara Rittner triumphierte als Juniorin in Wimbledon. Als Profi erreichte sie fünf Finals auf der WTA-Tour, von denen sie zwei gewann. Sie gehörte 1992 zum Kader beim bislang letzten deutschen Fed-Cup-Titel. Nach ihrem Karriereende war sie 15 Jahre lang Bundestrainerin im Deutschen Tennis Bund sowie zwölf Jahre Kapitänin im Fed Cup. Rittner war einige Jahre Turnierdirektorin beim Rasenturnier in Berlin und arbeitet regelmäßig als TV-Expertin. Zudem gehört sie zum Gründungsteam der Management-Firma ACEIN Performance.

Platz 30: Helga Masthoff

Geburtsdatum: 11.11.1941

Bestes WTA-Ranking: 24

WTA-Titel: 9

Bestes Grand-Slam-Resultat: Finale French Open 1970

WTA-Bilanz: 173:68

Wäre das WTA-Ranking bei den Damen einige Jahre früher eingeführt worden, dann wäre Helga Masthoff, geborene Niessen, deutlich weiter vorne. Kurz nach Veröffentlichung des ersten WTA-Rankings wurde sie 34 Jahre alt. Die inoffizielle Weltranglist führte sie im Jahr 1970 auf Platz sechs. Masthoff war, bis Steffi Graf, die erfolgreichste deutsche Spielerin der Nachkriegszeit. Keine gewann so häufig den Deutschen Meistertitel – elfmal (zehnmal Sand, einmal Halle). Sie erreichte als erste Deutsche in der Profiära ein Grand-Slam-Finale (French Open 1970) und führte Deutschland im Jahr 1966 ins erste Finale im Fed Cup. Keine Deutsche hat mehr Fed-Cup-Matches gewonnen (38) als Masthoff. Bei Olympia 1968 in Mexiko-City gewann sie Gold im Einzel und Doppel, allerdings gehörte Tennis nicht zum offiziellen olympischen Programm. Nach ihrer Karriere betrieb Masthoff mehrere Jahre eine Tennisschule mit angeschlossenem Hotel auf Gran Canaria.

Platz 29: Mona Barthel

Geburtsdatum: 11.07.1990

Bestes WTA-Ranking: 23

WTA-Titel: 4

Bestes Grand-Slam-Resultat: Achtelfinale Australian Open 2017

WTA-Bilanz: 153:181

Mona Barthel machte zunächst ihr Abitur in Schleswig-Holstein, ehe sie sich ganz ihrer Profikarriere widmete. Zwischen 2012 und 2014 gewann sie drei ihrer vier WTA-Titel und stand kurz vor dem Einzug in die Top 20. Sie kann insgesamt sieben Finalteilnahmen auf der WTA-Tour vorweisen. Beim Wimbledonturnier 2021 stand sie zuletzt im Hauptfeld eines Grand-Slam-Turniers. Mit 35 Jahren ist Barthel immer noch aktiv auf der Tour und ist steht auf Platz 193 (Stand: März 2026).

Platz 28: Eric Jelen

Geburtsdatum: 11.03.1965

Bestes ATP-Ranking: 23

ATP-Titel: 1

Bestes Grand-Slam-Resultat: Achtelfinale Wimbledon 1986

ATP-Bilanz: 135:136

Eric Jelen wurde bekannt durch seine Erfolge im deutschen Davis-Cup-Team. Er hatte an der Seite von Boris Becker maßgeblichen Anteil an den beiden deutschen Davis-Cup-Titeln 1988 und 1989. Davis Cup-Kapitän Niki Pilic nannte ihn „Mann mit dem goldenen Arm“ aufgrund seines Ballgefühls. Am liebsten spielte er auf Rasen, wo er das Achtelfinale in Wimbledon erreichte und seinen einzigen ATP-Titel gewann. Jelen ist als Verbandstrainer und Berater aktiv.

Platz 27: Bernd Karbacher

Geburtsdatum: 03.04.1968

Bestes ATP-Ranking: 22

ATP-Titel: 2

Bestes Grand-Slam-Resultat: Viertelfinale US Open 1994, Viertelfinale French Open 1996

ATP-Bilanz: 135:161

Bernd Karbacher, bekannt für seine Prinz-Eisenherz-Frisur, spielte erst im Alter von 23 Jahren sein erstes ATP-Turnier. Er gewann zwei ATP-Titel und erreichte zweimal das Viertelfinale bei einem Grand-Slam-Turnier. Besonders bitter war die Niederlage im Viertelfinale der French Open 1996, wo er gegen mit Marc Rosset mit 2:0-Sätzen führte und zwei Punkte vor dem Sieg stand. Er war Ersatzmann beim deutschen Davis-Cup-Triumph 1993 und Mitglied der siegreichen Mannschaft beim World Team Cup 1994. Karbacher arbeitet als Business Coach.

Platz 26: Jan-Lennard Struff

Geburtsdatum: 25.04.1990

Bestes ATP-Ranking: 21

ATP-Titel: 1

Bestes Grand-Slam-Resultat: Achtelfinale French Open 2019/2021, Achtelfinale US Open 2025

ATP-Bilanz: 249:280

Jan-Lennard Struff ist seit vielen Jahren der Publikumsliebling im deutschen Tennis wegen seiner bodenständigen Art, seines Fairplay und seiner Arbeitsmoral. 2023 spielte er seine beste Saison mit der Finalteilnahme beim Masters-Turnier in Madrid als Lucky Loser und erreichte in jenem Jahr beinahe die Top 20. Sein Turniersieg beim Turnier in München im Jahr 2024 verhinderte, dass er als bester Deutscher ohne ATP-Titel in die Annalen eingeht – zum Glück!

Platz 25: Isabel Cueto

Geburtsdatum: 03.12.1968

Bestes WTA-Ranking: 20

WTA-Titel: 5

Bestes Grand-Slam-Resultat: 3. Runde French Open 1985, 1990/US Open 1987, 1988

WTA-Bilanz: 130:102

Isabel Cueto fühlte sich auf Sand am wohlsten, wo sie nicht nur dreimal Deutsche Meisterin (1984, 1986 und 1987) wurde, sondern auch innerhalb von zwei Jahren alle ihre fünf WTA-Titel gewann. Ihr erstes Finale auf der WTA-Tour spielte sie in Hamburg, das sie gegen Steffi Graf verlor. Bei ihrem ersten Deutschen Meistertitel war sie erst 15 Jahre alt – bis heute Rekord! Cueto hat zwei Kinder und arbeitet als Lehrerin an einer Gemeinschaftsschule in Marbach.

Platz 24: Karl Meiler

Geburtsdatum: 30.04.1949

Bestes ATP-Ranking: 20

ATP-Titel: 4

Bestes Grand-Slam-Resultat: Halbfinale Australian Open 1973

ATP-Bilanz: 248:189

Karl Meiler erreichte sein bestes ATP-Ranking bei der Premiere am 22. August 1973 und war damit der erste Top-20-Spieler aus Deutschland. In den Jahren 1973, 1975 und 1977 schloss er das ATP-Ranking als bestplatzierter deutscher Spieler ab. Er war Mitbegründer der Spielervereinigung ATP und ist dreimaliger Deutscher Meister (1971 und 1981 in der Halle sowie 1975 auf Sand). Nach seiner aktiven Karriere war Karl Meiler als Bundestrainer des DTB für den B-Kader verantwortlich. Meiler starb im Alter von 65 Jahren nach dem Folge