Alexander Bisserov ist erst 13 Jahre jung und doch hat er in der Schweizer Tennisszene schon ordentlich auf sich aufmerksam gemacht – mit Titeln auf nationaler Ebene und ersten internationalen Erfolgen. Langfristig träumt der Berner vom ganz grossen Wurf.
Fragt man Alexander Bisserov nach seinem bisher schönsten Moment als Tennisspieler, teilt er weniger eine konkrete Erinnerung als viel mehr eine innere Haltung: «Jeder Moment, den ich auf dem Platz verbringen kann», sagt er. Diese Freude am Spiel ist die Grundlage für alles, was der Berner bisher erreicht hat. Und die Erfolge können sich sehen lassen: 2025 wurde er Schweizer U14-Meister im Sommer, im Winter 2026 folgte der nächste Titel in derselben Kategorie. Und auch international macht Bisserov von sich reden. Anfang Juli gewann er mit dem Schweizer Team die Bronzemedaille beim Tennis Europe Summer Cup, der inoffiziellen Team-Europameisterschaft.
Harte Arbeit als Fundament
Wer solche Resultate erzielt, trainiert entsprechend. Alexanders Woche ist vollgepackt: acht Einheiten insgesamt, davon drei im Konditionsbereich und fünf auf dem Platz. Den Fokus legt er dabei bewusst dorthin, «wo ich noch etwas verbessern kann». Einen guten Trainingstag definiert er nicht nur über die Qualität seines Spiels, auch der Spass darf nie zu kurz kommen.
Diese Einstellung hilft ihm in schwierigen Momenten, wie etwa nach ärgerlichen Niederlagen. «Ich probiere Sachen, die mir nicht gut gelungen sind, in der nächsten Trainingseinheit zu verbessern.» Wenn es mal wirklich nicht gut läuft, sucht er das Gespräch mit seinem Trainer und seinen Eltern. «Aus den Niederlagen lerne ich», sagt Bisserov.
Grosse Ziele als Motivation
Neben dem Tennis bleibt nicht viel Zeit. Das Talent nutzt deshalb die Schulzeit so effizient wie möglich, um zuhause möglichst wenig nacharbeiten zu müssen. So bleibt Raum für Training und Erholung. Dabei kann der 13-Jährige auf seine Eltern zählen, die ihn stark unterstützen, wie er betont. Für das laufende Jahr hat sich Alexander viel vorgenommen.
So strebt er unter anderem die erste Teilnahme an einem ITF-Juniorenturnier (U18) sowie die Verteidigung seines U14-Schweizermeistertitels an. Und langfristig? Da träumt er ganz gross: «Einmal ganz oben bei den Profis mitspielen und einen Grand-Slam-Sieg feiern» am liebsten in Wimbledon, wo Tradition und Atmosphäre das Turnier zu etwas Besonderem machen.
