Zverev in Halle angekommen: „Will auch hier das erste Mal gewinnen“

Alexander Zverev ist als Roland Garros-Sieger in Halle/Westfalen eingetroffen. Beim Rasenklassiker will er nun endlich auch mal den Titel holen.

Mit dem Glanz von Paris im Gepäck ist Alexander Zverev in Halle/Wetsfalen angekommen. Wenige Tage nach seinem Triumph in Roland Garros traf Deutschlands bester Tennisspieler am Mittwochabend in Ostwestfalen ein – und rückte das Rasenturnier der Terra Wortmann Open (13. bis 21. Juni) sofort in seinen Fokus.

Eiffelturm-Torte für Paris-Sieger Zverev

Wenige Tage nach seinem lang ersehnten Grand Slam-Triumph in Roland Garros landete Deutschlands bester Tennisspieler am Flughafen Paderborn/Lippstadt und wurde per Shuttle in die ostwestfälische Stadt gebracht. Turnierdirektor Ralf Weber und Sven Wortmann von der Wortmann AG empfingen ihn mit einer eigens gebackenen Eiffelturm-Torte – eine süße Anspielung auf den Pariser Coup des 29-Jährigen.

Schon zum zwölften Mal ist Zverev bei Deutschlands größten Rasenturnier dabei, doch eine Sache ist nun anders als in all den Jahren zuvor: Zverev ist ein Grand-Slam-Champion! „Natürlich ist es jetzt mein Ziel, auch hier zum ersten Mal zu gewinnen“, sagte Zverev bei seiner Ankunft. Passend zur in Kürze startenden Fußball-WM trug er die Jacke der deutschen Fußball-Nationalmannschaft.

Zweimal im Finale von Halle

Die Terra Wortmann Open kennt Zverev also gut. Zweimal stand er dort bereits im Finale: 2016 unterlag er Florian Mayer, ein Jahr später musste er sich Roger Federer geschlagen geben. Zuletzt erreichte er in drei aufeinanderfolgenden Jahren jeweils das Halbfinale. Vergangenes Jahr verlor dort gegen Daniil Medvedev in drei Sätzen, nachdem er zuvor gegen seinen Finalgegner aus Paris, Flavio Cobolli, gewonnen hatte. Dass er nun bereits vier Tage vor Turnierbeginn anreist, wertet Direktor Weber als starkes Zeichen: „Das zeigt, wie wohl er sich bei uns fühlt und wie groß sein Ehrgeiz ist.“

Der Andrang der Fans ist bereits spürbar. Für den Turnierauftakt am Montag sind kaum noch Restkarten erhältlich. Am Sonntag wird Zverev um 14 Uhr auf dem Centre Court für seinen French-Open-Titel geehrt, danach steht eine Autogrammstunde auf dem Programm. Der Eintritt am Qualifikationswochenende ist traditionell frei.

Zverev als fünfter Roland Garros-Champ in Halle

Historisch betrachtet ist Zverevs Teilnahme eine Seltenheit: Es ist erst das fünfte Mal in der Turniergeschichte, dass ein amtierender French-Open-Sieger in Halle antritt. Vor ihm gelang dies nur Carlos Moyá (1998), Yevgeny Kafelnikov (1996) und Rafael Nadal (2006, 2012, 2014).

Neben Zverev werden mit Daniel Altmaier und Yannick Hanfmann zwei weitere deutsche Profis dank Wildcards direkt im Hauptfeld stehen. Die dritte Wildcard erhält Nick Kyrgios, der jüngst in Stuttgart ein erfolgreiches Comeback auf Rasen hinlegte. In der Qualifikation wird Jan-Lennard Struff starten. Sein Ranking reichte nicht für eine direkte Hauptfeld-Teilnahme.

Quali-Wildcards für Gentzsch und MacKenzie

Außerdem werden zwei junge deutsche Talente für ihre zuletzt starken Leistungen mit Wildcards für die Qualifikation belohnt: Tom Gentzsch und Jamie MacKenzie. Der 22-jährige Gentzsch (ATP 229) gab bei den French Open sein Grand Slam-Debüt in der Quali und in Stuttgart spielte er erstmals auf Rasen. Der 18-jährige Jamie MacKenzie (ATP 913) feierte am vergangenen Wochenende an der Seite von Vincent Jakob Reisach bei den French Open den Grand Slam-Titel im Junioren-Doppel.

Im Doppel-Wettbewerb werden drei deutsche Duos vertreten sein: die Vorjahressieger Kevin Krawietz und Tim Pütz, dazu das Aufsteiger-Doppel Mark Wallner und Jakob Schnaitter und schließlich noch die Paarung Yannick Hanfmann/Jan-Lennard Struff (per Wildcard).