Die US Open 2026 beginnen am 30. August mit den Hauptfeldern, aber vorher werden schon die Mixed-Champions in einem Kurzturnier ermittelt.

Daran muss man sich nach wie vor gewöhnen. Schon während der Qualifikationswoche für die Einzel-Hauptfelder bei den US Open 2026 werden die Titelträger im Mixed-Wettbewerb ermittelt. 2025 führte der US-Verband das reformierte Mixed-Turnier mit neuem Termin, Kurzsätzen, „No Ad“-Scoring und weniger Startplätzen ein, wofür es eine Menge Kritik gab.

Vor allem die reinen Doppelspezialisten, für die die Mixed-Konkurrenzen bei Grand Slam-Turnieren eine lukrative Einnahmequelle ist, schauten in die Röhre. Plötzlich war das Einzel-Ranking für einen direkten Startplatz ausschlaggebend. Per Wildcard wurden bevorzugt US-Profis ins Feld gehoben.

Immerhin: Sara Errani und Andrea Vavassori, die Titelverteidiger von 2024, erhielten ebenfalls eine Wildcard und setzten sich am Ende tatsächlich gegen die mit vielen Einzel-Stars besetzten Konkurrenz-Duos durch. Das italienische Team sprach im Vorfeld zwar von einer „großen Ungerechtigkeit“, heimste aber am Ende das Rekord-Preisgeld von einer Million Dollar ein.

Mixed bei den US Open: ein kommerzieller Erfolg

Das Fazit der Premiere: Das Mixed-Turnier in New York ist eher eine Exhibition geworden – und kein ernster Grand Slam-Wettbewerb mehr. Allerdings war es ein kommerzieller Erfolg für den US-Verband: Rund 78.000 Fans verfolgten das Mixed-Turnier an den zwei Tagen live in Flushing Meadows – die meisten von ihnen gratis im Louis Armstrong-Stadion. Doch es wurden auch 20.000 Mixed-Tickets für die Top-Duelle im Arthur Ashe-Stadion verkauft. 239.307 Zuschauer kamen in der ersten Woche, der „Fan Week“, nach Flushing Meadows – ein neuer Rekord.

Angesichts dieser Zahlen ist es nur logisch, dass es das neue Mixed-Turnier auch 2026 geben wird – und zwar am 25. und 26. August 2026. Neu ist allerdings ein vorgeschalteter Qualifikations-Wettbewerb am 24. August 2026, den man als Zugeständnis für die Doppelspezialisten und die vielen Kritiker verstehen muss. Ingesamt acht Teams kämpfen dort um zwei Startplätze für das Hauptfeld. Der US-Verband hat am gestrigen Montag nun bekanntgegeben, welche Teams dort gegeneinander antreten werden. Es ist das „Who’s who“ der Doppelszene:

- Katerina Siniakova/Henry Patten

- Gabriela Dabrowski/Harri Heliovaara

- Luisa Stefani/Neal Skupski

- Aleksandra Krunic/Mate Pavic

- Jelena Ostapenko/Marcelo Arevalo

- Erin Routliffe/Lloyd Glasspool

Zwei weitere Teams werden kurzfristig mit einer Wildcard bedacht.

Mixed-Teams im US Open-Hauptfeld

Darüber hinaus hat der US-Verband auch weitere Paarungen für das Mixed-Hauptfeld benannt. Dazu muss man wissen, dass sich die insgesamt 16 Startplätze so aufgliedern: sechs Teams qualifizieren sich über ihre addierte Weltranglisten-Position im Einzel, acht Duos kommen per Wildcard ins Feld und zwei über die Quali (s.o.).

Direkt im Hauptfeld stehen:

- Aryna Sabalenka/Novak Djokovic

- Elena Rybakina/Taylor Fritz

- Diana Shnaider/Daniil Medvedev

- Iga Swiatek/Casper Ruud

- Belinda Bencic/Flavio Cobolli

- Amanda Anisimova/Learner Tien

Per Wildcard im Hauptfeld stehen:

- Alexandra Eala/Felix Auger-Aliassime

- Leylah Fernandez/Frances Tiafoe

- Taylor Townsend/Alexander Zverev

- Elina Svitolina/Gael Monfils

- Sara Errani/Andrea Vavassori

Drei weitere Wildcard-Plätze hält die USTA noch zurück. Der wohl prominenteste Name im Wartestand: Serena Williams, falls sie sich fit genug für einen Antritt fühlt. Auch Jessica Pegula, die eigentlich mit Jack Draper antreten wollte, steht ohne bestätigten Partner da – der Brite laboriert weiterhin an einer Armverletzung. Dass Pegula – mit wem auch immer – noch ins Feld rutscht, gilt als sicher. Denn: Mit dem Nestle-Ableger „Vital Proteins“ präsentierten die US Open jüngst einen neuen Titelsponsor für ihr Mixed-Format und Jessica Pegula ist das bekannteste Werbegesicht der Supplement-Marke. Pegula soll auch mit dafür verantwortlich sein, dass „Vital Proteins“ sich plötzlich so stark im Tennis engagiert. Das berichtete jüngst die stets gut unterrichtete US-Tennisbloggerin Jessica Schiffer.

Wer kommt noch ins Mixed-Feld der US Open 2026?

Weitere potenzielle Teams sind: Naomi Osaka mit Landsmann Kei Nishikori, das frisch verheiratete Paar Alex de Minaur und Katie Boulter sowie Venus Williams an der Seite von Alexander Bublik. Die spanische Sport-Zeitung Marca meldete zudem, dass ein Startplatz auch für Carlos Alcaraz reserviert sein soll – sofern er sich im Stande sieht, nach seiner hartnäckigen Handgelenksverletzung bei den US Open überhaupt anzutreten. Der am Knie verletzte Jannik Sinner soll dem Vernehmen nach dem Mixed-Wettbewerb fernbleiben.

Bleibt noch die Frage nach dem Preisgeld. 2025 wurden im Mixed bei den US Open insgesamt 2.360.000 Dollar ausgeschüttet. Das erhielten die beteiligten Teams:

- Champions: 1.000.000 Dollar

- Finale: 400.000 Dollar

- Halbfinale: 200.000 Dollar

- Viertelfinale: 100.000 Dollar

- 1. Runde: 20.000 Dollar

Die Preisgelder für die US Open 2026 sind noch nicht bekannt gegeben worden (Stand: 18. August 2026). Aber es ist davon auszugehen, dass es – wie immer in den letzten Jahren – eine Erhöhung der Gagen geben wird. Davon wird dann sicherlich auch der Mixed-Wettbewerb profitieren.